Spiritualität

The Form Reality Practice™

 

The Form” ist eine langsame, meditative und dennoch strukturierte Bewegung, bei der die Übenden mit der „Formlosigkeit des reinen Seins”– den uns umgebenden Raum – in Berührung kommen.

 

Meine langjährigen Erfahrungen auf dem spirituellen Weg mit Yoga, Tantra, Meditation in Stille und auch in Bewegung sowie Heilarbeit verschiedenster Art ließen mich immer tiefer forschen und wichtige Erfahrungen machen, aus denen sich mir ein umfassendes inneres Wissen erschloss. Auf meinen zutiefst sehnlichen Wunsch nach Transformation und spirituellem Erwachen kam unter vielen Lehrern, denen ich begegnen durfte, vor einigen Jahren auch der Meister des „Weißen Tantra”, Bernie Prior aus Neuseeland, in mein Leben. Von ihm erlernte ich die „Form Reality Practice“, eine meditative Bewegung im Raum, die zu allumfassender Liebe und spirituellem Erwachen führen kann.

 

Bewusstheit und Gewahrsein in jedem Moment des Lebens sind Schlüssel zu Glück, Zufriedenheit und Frieden. Die Liebe ist die höchste, alles formende und im Gleichgewicht haltende Kraft, wobei die bedingungslose Selbstliebe erst die Voraussetzung schafft, für die Liebe zu den Menschen und allem Leben. Doch wie kommt man dahin? Wie bringt man den unbewussten, konditionierten, ständig plappernden und Geschichten erzählenden Verstand in einen Zustand des reinen Gewahrseins für den gegenwärtigen Moment? Um in diesen Raum zu gelangen, gibt es seit jeher unterschiedliche Zugänge und Wirkweisen, welche den Übenden oft über Jahrzehnte hinweg beschäftigen und viel Geduld erfordern. Dies passt jedoch nicht mehr in unsere schelllebige transformative Zeit.

 

Die „Form Reality Practice“ vereint verschiedenste Zugänge. Sie ist ein sehr sanftes und dennoch tief gehendes Transformationswerkzeug, das die im Nervensystem übernommenen und gespeicherten Muster, Prägungen und Konditionierungen ganz sanft an die Oberfläche des Bewusstseins spült und es ermöglicht, diese liebevoll im Herzen zu erlösen.

 

Bei der „Form“ handelt es sich um eine ganz langsam ausgeführte Bewegung im Raum. Das Einstimmen darauf, bei dem ich mir mit geschlossenen Augen vor meinem inneren, geistigen Auge eine dunkle Wand oder die formlose Weite vorstelle, bewirkt, dass ich meinen unruhigen und plappernden Geist sehr schnell ruhigstellen kann. Während ich mich langsam im Raum bewege, verschiedene Positionen, Handzeichen und Mudras (Fingerhaltungen) einnehme, bleibe ich in jedem Moment ganz präsent. Ich nehme meinen Atem, meine Gefühle und Empfindungen im Körper wahr. Gedanken, die kommen und gehen, klingen mehr und mehr ab und ich tauche ein in den Moment des So- Seins, was zu einer tiefen Entspannung führt. Das innere Gewahrsein wird dabei immer präsenter und führt mich zu einer tiefen Empfindung von Liebe und Frieden.

 

YIN & YANG VEREINEN SICH

 

Dabei vereinigen sich auch die weiblichen und männlichen Energien – Yin und Yang – in mir. Diese polaren Kräfte sind in jedem Menschen angelegt. Die linke Gehirnhälfte (die in Verbindung mit der rechten Körperseite steht) korrespondiert mit dem rational denkenden Verstand und mit der männlichen Seite. Die rechte Gehirnhälfte entspricht dem Gefühl und der Intuition und korrespondiert mit der weiblichen Seite; sie steht in Verbindung zu unserer linken Körperseite. Wenn ich meine Hände wie im Gebet falte, verbinde ich die männliche und die weibliche Seite in mir. Der Hintergrund des Betens wurde mir dadurch bewusst.

 

Die Konditionierung durch unsere westliche Kultur hat durch die Fokussierung auf die linke, verstandesgeprägte Gehirnhälfte zu einer tiefen Spaltung und Abtrennung von unseren Gefühlen geführt. Diese Trennung vollzieht sich auch im Außen, zwischen Frau und Mann. Deshalb ist es umso wichtiger, die weiblichen und männlichen Energien in uns selbst in  einen harmonischen Zustand zurückzuführen. Durch die einmal aktive und einmal passive Bewegung in der Form findet eine Energieübertragung sowie eine Erhöhung unserer Schwingungsfrequenz statt, die polaren Kräfte vereinen sich und tragen in eine tiefgründige Realität, die mit Worten nicht zu beschreiben ist.

 

Letztendlich kann die Form Reality Practice mit keinem Label versehen werden – sie ist, wie alle Praktiken, Erfahrungssache. Ich erfahre durch das Üben mehr Klarheit, Offenheit, Präsenz und Liebe – für eine gewisse Zeit reines Gewahr-Sein, welches sich auf mein Leben auswirkt.

DIE AUTORIN:
Parvati Margarete Florschütz ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, Yoga- und Tantralehrerin sowie Form Reality Practice™ Lehrerin. Seit 2010 leitet sie das Institut Living Tantra Vision in München. Mit ihrem Partner, dem Musiker und Mystiker Wolfgang von Boyen, leitet sie nun
Love Vision, ein Institut für bewusstes Sein.

Kontakt
Web: www.love-vision.de
Email: