Gesund Leben

Gegen Borreliose ist ein Kraut gewachsen

 

Dem Ethnobiologen Wolf-Dieter Storl haben wir die Erkenntnis zu verdanken, dass auch für die Borreliose, die vielen Menschen das Leben schwer oder sogar zur Hölle macht, ein Kraut gewachsen ist. Storl: „Borreliose ist heilbar, es gibt keinen Grund zur Angst!“

Die durch Zecken übertragene Borreliose ist eine Multisystemerkrankung, die jedes Organ befallen und jedes Symptom vortäuschen kann. Spiralbakterien können Zellen, Haut-, Muskel- und Fettgewebe durchbohren, ins Herz, die Leber, die Nieren oder über die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn wandern. Die vielfältigen und oft schweren Symptome entstehen durch chronische Entzündungen, die von den Borrelien ausgelöst werden, sowie über die Produktion von Toxinen und Neurotoxinen. Dr. Arnim Schwarz bach vom Borreliose Centrum in Augsburg geht von 1,2 Millionen erkrankten Deutschen jährlich aus.

Im Buch „The Book of Herbal Wisdom“ von Matthew Wood wurde der von ebenfalls von Borreliose betroffene Ethno-Botaniker Wolf-Dieter Storl fündig: Wood hatte herausgefunden, dass die Chinesen bei einem Symptomkreis, der sich mit der Borreliose deckt, die Wilde Karde (Dipsacus japonica) verwenden. Der altchinesische Name der Pflanze heißt „Xu Duan“, mit der Bedeutung „Wiederherstellung dessen, was zerbrochen ist.“

Die Kardenwurzel unterstützt das Yang, also den aktiven, „männlichen“, warmen Aspekt der Chi-Energie. Vertreter der Makrobiotik sagen, unsere westliche Lebensweise führe zu einem eklatanten Yang-Defizit. Die Karde hat nach der TCM folgende Eigenschaften: Sie stimuliert den Stoffwechsel und bewegt die Chi-Energie, sie regt durch ihre Bitterstoffe die Verdauung an, durch ihre Süße tonisiert sie und gleicht aus und durch ihre Schärfe löst sie Blockaden auf. Die Kardenwurzel stärkt Knochen, Muskeln und das Immunsystem und bewegt stagniertes Blut, was nach der TCM für Schmerzen verantwortlich ist.

Matthew Wood entwickelte eine alkoholische Tinktur aus der Wurzel der einheimischen Karde und behandelte damit erfolgreich die Borreliosefälle in seiner Praxis. Die erste Frau, die Wood behandelte, bekam erst einmal einen Ausschlag im Genitalbereich. Nach 3,5 Wochen und bei allen Folgeuntersuchungen waren dann keinerlei Spirochäten (bewegliche Bakterien) mehr nachweisbar, und die Patientin fühlte sich wohl.

Storl machte erfolgreiche Selbstversuche zusammen mit einem Freund, der ebenfalls an Borreliose erkrankt war. Auch die Katzenkralle (Uncaria tomentosa) sowie die Klette (Arctium), die bei der Behandlung der Borreliose Anwendung finden, haben eine stachelige Physiognomie. Hinzu kommt noch der einjährige Beifuß (Artemisia an nua).

Ein schwer an Borreliose erkrankter Mann, R. Müller, Tischler aus Schwaben, bereitete sich selbst eine Tinktur aus Kardenwurzeln samt der Blattherzen zu, indem er die Pflanze im Mixer homogenisierte und mit Schnaps versetze. Nach dem er eine Woche lang täglich ein Glas zu sich nahm, ging es ihm 30 Prozent, nach vier Wochen 90 Prozent besser. Am Anfang der fünften Woche ergab ein Bluttest, dass er nur noch wenige Antikörper im Blut aufwies.

Die Wilde Karde enthält Iridoide, Kaffeesäurederivate, Kalisalze, Inulin, Bitterstoffe und das Glukosid „Scabiosid“. Kaffeesäure hat als starkes Oxidanz eine krebsvorbeugende und auch -heilende Wirkung. Die Wurzel der Karde wirkt harn-, galle- und schweißtreibend, entschlackend sowie verdauungsfördernd. Neben Borreliose wird sie seit alters her auch eingesetzt bei Gicht, Arthritis, Rheuma, Gelbsucht und Hautkrankheiten wie Akne, Warzen und Furunkeln.

Die TCM sieht die Karde als Heilpflanze zur Verhinderung und Heilung von Osteoporose, für schnellere und bessere Heilung verletzter Knochen. Sie dient außerdem der Stärkung des Immunsystems, hemmt Bakterien, die Lungenentzündung verursachen und stärkt den Uterus.

Die Wilde Karde kann man in Form von Tee, Tinktur oder Wurzelpulver selbst herstellen oder von einer sicheren Bezugsquelle (siehe unten) als Kurpaket beziehen. Das Kombi-Präparat enthält auch Katzenkralle, Klette und Artemisia annua in Bio-Qualität. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Es liegen einige Studien vor, welche die Wachstumshemmung der Bakterienart Borrelia burgdorferi durch die Karde unter Laborbedingungen bestätigen (Liebold, T. u.a., „Growth inhibiting acitivity of lipophilic extracts from Dipsacus sylvestris Huds. Roots against Borrelia burgdorferi s.s. in vitro“, in „Pharmazie“, Ausgabe 66). Nach einigen Berichten, die Storl zugeschickt wurden, sind manche der in Apotheken hergestellten Tinkturen oftmals zu schwach, sie enthalten zu wenig Wurzel oder zu viel Alkohol. Frische Pflanzen oder Saatgut lassen sich in vielen Wildgärtnereien beziehen, wie zum Beispiel vom Allgäuer Kräutergarten Artemisa (www.artemisia.de).

Die Karde war bereits in der Antike als Heilpflanze bekannt, und auch Hildegard von Bingen schätzte sie. Sie bietet eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten. Empfehlenswert sind bei Borreliose Kombi-Kuren mit Karde, Artemisia annua und Katzenkralle. Dankbarkeit ist angezeigt, dass die „neue Seuche“ Borreliose, die sich durch die Klimaerwärmung noch weiter ausbreiten wird, jetzt nebenwirkungsfreie und wirksame Gegenspieler hat, und es Menschen gibt wie Wolf-Dieter Storl, die unbeirrt auf die Kräfte der Natur vertrauen.

DIE AUTORIN:

Barbara Simonsohn ist Ernährungsberaterin, Autorin und Reikilehrerin.
Sie gilt als Expertin für Superfoods und hat zahlreiche Bücher im Bereich
ganzheitlicher Gesundheit veröffentlicht.

LITERATUR ZUM THEMA:
„Borreliose natürlich heilen“, „Wolf-Dieter Storl, AT Verlag
„Artemisia – Heilpflanze der Götter“, Mankau Verlag
„Artemisia – Königin der Heilpflanzen“, Jim Humble Verlag von Barbara Simonsohn

BEZUGSQUELLE:
z. B. „Kasimir & Lieselotte“
www.kasimirlieselotte.de

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