Die Sache mit dem Channeln…

Autorin: Barbara Bessen wurde 1949 geboren und arbeitete 25 Jahre lang als Journalistin. Seit 2002 channelt sie die Wesenheit Kryon. Mittlerweile ist sie in ganz Deutschland und in der Schweiz unterwegs, um die Botschaften von Kryon über Vorträge und Seminare zu verbreiten. Veranstaltungstermine, Bücher und CDs von Barbara Bessen finden Sie unter
www.barbara-bessen.com

Die Sache mit dem Channeln…

Ich bin ein ganz normaler Mensch, der sich seit einigen Jahren mit etwas beschäftig, das man neudeutsch „Channeln“ nennt. Ich gebe in Seminaren und Büchern Botschaften aus der geistigen Welt an andere Menschen weiter. Wie es dazu gekommen ist, ist recht unspektakulär. Es gehörte lediglich ein bisschen Mut dazu, sich für diesen Weg zu entscheiden. Ich begann vor 10 Jahren damit an die Öffentlichkeit zu treten – das war zu dieser Zeit noch etwas Außergewöhnliches. Heute gibt es einige Menschen, die eine gute geistige Anbindung haben und „channeln“. Das gab es übrigens zu allen Zeiten, denn alle heiligen Schriften wurden von Menschen empfangen...

Ich habe schon als Kind Stimmen im Kopf gehabt und das, was man „imaginäre Freunde” nennt. Ich habe mit ihnen gespielt und mich mit ihnen unterhalten. Das hab ich als ganz normal empfunden. Meine Umwelt allerdings weniger. Manchmal war das auch etwas unangenehm, weil ich die Botschaften, die ich bekam, ausplauderte, einmal sogar als eine Tante zu Besuch war, die gerade in Ehesorgen steckte. Ich sagte ihr in etwa: „Mach dir keine Sorgen, dein Mann kommt wieder zu dir zurück!“ Die Tante war sehr erstaunt und fing an zu weinen. Meine Mutter schickte mich aus dem Zimmer, weil ich in ihren Augen etwas sehr Unpassendes getan hatte.

Ich bin sicher, dass alle Kinder in den ersten Jahren diesen Kontakt zur geistigen Welt haben. Vielleicht beobachten Sie selbst einmal ihre Kinder oder Enkelkinder Meistens endet das, wenn die Kinder in die Schule kommen und der Ernst des Lebens in ihr Leben ziemlich dras tisch Einzug hält. Bei mir war das wohl ähnlich, an vieles kann ich mich nicht mehr erinnern. Zwischenzeitlich, das erkenne ich rückblickend, war der Kontakt immer da und hat mir in wesentlichen Situationen meines Lebens oft sehr geholfen. Sich mit den geistigen Helfern und Freunden auszutauschen, ist eine spannende und sehr hilfreiche Sache.

Bis zu meinem vierzigsten Lebensjahr bin ich als Journalistin tätig gewesen. Ich hab das sehr gerne gemacht, es war aufregend, und ich war viel unterwegs. Doch dann wurde der Kontakt zur geistigen Welt sehr viel intensiver. Ich bekam ständig Botschaften, die ich mir notieren sollte und die auch die Information enthielten, dass mein Leben sich noch sehr verändern würde.

Der geistige Meister Saint Germain und Erzengel Gabriel waren intensiv an meiner Seite. Sie teilten mir mit, wo ich noch in alten, hinderlichen Mustern steck te und dass ich meine Gedanken beobachten und nicht so viel werten solle. Sie zeigten mir eine Möglichkeit, wie ich in andere Leben schauen konnte. Das erklärte mir, warum und wie ich auf Situationen reagierte und vieles mehr.

Das ging so über zwei Jahre. Meine eigentliche Arbeit trat dabei immer mehr in den Hintergrund. Letztlich – ich habe damals noch als freie Journalistin gearbeitet – blieben Aufträge aus und ich fragte mich, wo es hingehen sollte. Ich bekam die Antwort, ich würde mit anderen Menschen arbeiten und ihnen helfen, selbst gut in den Kontakt mit der geistigen Welt und ihrem Höheren Selbst, einem eigenen höheren Anteil in der geistigen Welt, in Kontakt zu kommen. Und das würde bald geschehen. Ich lernte dann das geistige Wesen „Kryon” kennen, das mich fragte, ob ich sein Medium sein wolle. Ich brauchte eine Weile, um dies alles zu verdauen. Um mich herum waren natürlich auch Freunde, die den Kopf schüttelten und mir sagten, ich solle doch meine gute Arbeit nicht für so eine verrückte Sache aufgeben. Aber ich hab’s gewagt – und nicht bereut...

Wenn ich mit den Menschen arbeite, gebe ich nicht nur Botschaften der geistigen Welt weiter, sondern ich stelle auch die hohe Energie zur Verfügung, die diese Wesen mitbringen. Und wenn man denkt, dass ich etwas Besonderes tun müsste, um in diese Verbindung zu kommen – weit gefehlt! Es ist lediglich wie eine Bewusstseinsverschiebung. Kurz bevor ich mit dem Channeln beginne, spüre ich eine leichte Energie in mich einziehen, so wie ein Windhauch. Mein Körper wird leicht, und ich fühle mich wunderbar: getragen, geliebt und ganz weit. Und es ist ein Gefühl, als hätte ich ein Glas sehr guten Champagners getrunken. Ich brauche nichts zu tun, außer mich ganz zu öffnen. Ich verlasse dabei meinen Körper nicht, ich bin ganz klar und bekomme alles mit, was gesagt wird. Ich trete lediglich ein Stück zur Seite und überlasse der Wesenheit meine Sprachwerkzeuge. Ich bekomme geistige Pakete, die mein menschliches System mit meinem Wortvokabular und meiner Persönlichkeit umsetzt. Die Menschen, die zu mir kommen, lauschen diesen Botschaften, und sie spüren, wie diese Energie auch ihnen das Herz öffnet.

Übrigens braucht man für diesen Kontakt zum Höheren Selbst oder den geistigen Führen nicht unbedingt an einem Seminar teilnehmen, denn wir haben ja eine besondere Zeit jetzt hier auf der Erde. Wir sind im Wandel und aus dem Zentrum der Galaxie strömt eine hohe Energie auf die Erde, die uns durch die Abschwächung des Magnetgitters leichter erreicht. Deshalb kann jeder Mensch allein zuhause diese Verbindung probieren. Das Höhere Selbst ist unser göttlicher Kern, der nun Verbindung zu uns aufnehmen möchte. Was das Leben sehr viel leichter sein lässt und viele Irr- und Umwege nicht mehr notwendig macht. Diese Verbindung zum Höheren Selbst bringt auch eine Verschmelzung der weiblichen und männlichen Seite in uns selbst in Gang. Denn das Ziel, das alle Menschen hier auf der Erde haben, ist eine Vervollkommnung, die Meisterschaft, die eine Verschmelzung mit dem Höheren

Selbst mit sich bringt. Das Channeln ist nicht nur etwas für Auserwählte, sondern ein Werkzeug der neuen Zeit und für jeden erlernbar. Es erleichtert das Leben wirklich ungemein. Wäre es nicht wunderbar, viele Menschen täten das, dann gäbe es sicherlich mehr Frieden auf der Welt? Denn in Frieden und in Liebe zu leben, ist das Ziel der neuen Erde.

EINE KLEINE ÜBUNG

Vielleicht darf ich noch eine kleine Übung anbieten, die es möglich macht, selbst in diese Verbindung zum Höheren Selbst zu kommen? Suchen Sie sich ein ruhiges Plätzchen und machen Sie es sich bequem. Schließen Sie Ihre Augen und begeben Sie sich auf eine innere Reise. Sie stellen sich etwas vor, sie imaginieren. Das tun alle Menschen den ganzen Tag, man nennt es auch Fantasie. Sie stellen sich nun eine Wiese vor. Sie spüren, wie Sie dort stehen und erkunden Ihr eigenes Sein, indem Sie die geistigen Hände benutzen und sich abtasten. Gehen Sie ganz in diesen Körper hinein. Sie sind jetzt auf einer höheren Ebene Ihres Seins. Und beides ist real: Sie sind dor t und sitzen in Ihrem Zimmer. Dann schauen Sie sich auf der Wiese um und bitten darum, dass sich Ihnen Ihr Höheres Selbst zeigen möge. Es wird Ihnen erscheinen. Es kann ein goldener Sonnenengel sein, eine Sonne, eine lichte formlose Gestalt oder es sieht so aus wie Sie in Ihrem Zimmer. Nun nehmen Sie Kontakt auf, lassen sich umarmen, verschmelzen vielleicht ein biss chen. Genießen Sie diese wunderbare Erfahrung. Vielleicht sind Sie erstaunt, wie einfach es ist, in diesen Kontakt zu kommen. Vertrauen Sie, und stellen Sie diese Begegnung nicht infrage. Jetzt wäre die Gelegenheit für Fragen an Ihr Höheres Selbst, wenn Sie wollen. Kommen Sie dann langsam wieder aus dieser Begegnung zurück...

Dies ist ein Beginn und eine Möglichkeit, leichter und klarer zu werden und zu erkennen, wer man wirklich ist. Das bedeutet nicht, dass wir nicht mehr das Leben hier le ben sollen, aber es ist leichter, dies in der be wussten Verbindung zum Höheren Selbst zu tun. Wir Menschen befinden uns mit der Erde in starken Transformationen, das sehen wir überall. Diese spannende, wenn auch oft schwierige Zeit lässt sich leichter leben mit dieser Verbindung zum Göttlichen. Das ist unser Weg nach Hause.